von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.
Arthur Schopenhauer
Steht nicht an meinem Grab und weint. Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.
Ich bin der Wind, der Euch umgibt. Ich bin das Glitzern auf dem Schnee.
Ich bin die Sonn' auf reifem Korn. Ich bin wie der zarte Regen im Herbst.
Wenn Ihr erwacht in des Morgens Eile,
bin ich der Vögel Flügelschlag, wenn sie am Himmel friedlich kreisen.
Ich bin der Sterne Glanz bei Nacht.
Steht nicht an meinem Grab und weint.
Ich bin nicht dort. Ich ging nie fort.
(Anonym)
Kosy
Kosy mein tierischer Schatten - ist
nicht mehr
Kosy begleitete mich 13 Jahre auf
Schritt und Tritt - Brigitte ohne Kosy - ging gar nicht, dann
fehlte etwas.
Sie lebte 5 Jahre mit Cortisonspritzen, sie
hatte Asthma und im Oktober 08 wurde Lungenkrebs bei ihr
festgestellt.
Aber Kosy hatte einen eisernen Lebenswillen,
sie könnte mich ja schließlich nicht alleine lassen ....
Heute am 28.09.09 habe ich sie schweren
Herzens gehen lassen - sie fehlt mir so unendlich
Diese wunderbaren Worte sind
von Susa, Stephan, Nina und Leo
Kosy durfte nun über die
Regenbogenbrücke gehen, sich von ihren Krankheiten ausruhen.
Und nach einer Weile, vielleicht merkst Du es nicht, wird sie
wieder "Dein Schatten" sein.
Du wirst sie nicht sehen, nicht hören, doch spüren.
Du wirst wissen, sie ist da, irgendwie, irgendwo.
Und irgendwann seht Ihr Euch wieder und es wird sein, als wäre
kaum Zeit vergangen, daß Ihr euch zuletzt gesehen habt.. und
wären es hundert Jahre, diese hätten keine Bedeutung.
Alle Farben dieser Welt –
Ein Märchenbuch", Lucy Körner-Verlag 1995
Autorin: Inge Wuthe
Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlangkam.
Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht,
und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter.
Sie konnte nicht viel erkennen.
Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos.
Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau bückte sich ein wenig und frage: "Wer bist du?",
zwei fast leblose Augen blickten müde auf.
"Ich ? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise,
dass sie kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit !",
rief die kleine Frau erfreut aus,
als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?", fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich!
Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit,
"warum flüchtest du dann nicht vor mir ?
Hast du denn keine Angst?".
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe?
Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst.
Aber, was ich dich fragen will: "Warum siehst du so mutlos aus?"
Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also",
sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf.
"Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."
Die Traurigkeit seufzte tief.
Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen?
Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert,
"es ist so, dass mich einfach niemand mag.
Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen
und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen.
Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück.
Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."
Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden,
mit denen sie mich bannen wollen.
Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter.
Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen
und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht.
Und dann bekommen sie Herzschmerzen.
Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen.
Und sie spüren das Reißen in den
Schultern und im Rücken.
Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen.
Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe.
Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen,
damit sie nicht fühlen müssen.
"Oh ja", bestätigte die alte Frau,
"solche Menschen sind mir schon oft begegnet."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
"Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen.
Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen.
Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen.
Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut.
Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde,
und das tut sehr weh.
Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die
ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen.
Doch die Menschen wollten gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe.
Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben.
Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach,
dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.
Die kleine alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt
tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt,
dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus,
damit du wieder Kraft sammeln kannst.
Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern.
Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch
mehr an Macht gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen.
Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin:
"Aber... aber - wer bist eigentlich du?"
"Ich", sagte die kleine alte Frau schmunzelnd,
und dann lächelte sie wieder so unbekümmert
wie ein kleines Mädchen.
"Ich bin die Hoffnung."
Bruno
Bruno war der Gentleman unter unseren Hunden.
Er war sein ganzes Leben ein toller Rudelführer, fair zu Mensch und Hund.
Bruno war der Liebling der ganzen Familie , von Freunden und Bekannten.
Wenn er merkte das wir fotografieren wollten, versuchte er immer sich zu "drücken", das mochte er gar nicht.
Er hatte so liebenswerte Eigenschaften, war immer so zurückhaltend, nie fordernd. Bruno wartete immer im Hintergrund
bis man auch ihm ein Leckerli zukommen ließ....eben ein Gentleman pur!
Ich bin dankbar, dass ich Bruno 13 Jahre begleiteten durfte......
Ich kannte eine Blume,
die einzigartig war auf dieser Welt......
Antonie devSaint-Exupery
Celeste
Es war einfach Zeit für sie zu gehen....
Zum Tode
Zu früh, zu spät, tragisch, grausam, schmerzvoll, sinnlos, mitverschuldet, plötzlich -
immer unerwünscht, immer sinnlos darüber zu diskutieren,
immer schmerzhaft, immer ungewollt,
aber immer und schon seid Anbeginn
vorbestimmt.
Kristiane Allert-Wybranietz
Ingwar
23.11.2004 - 23.02.2006
Nach
einer
Infektionskrankheit,
die eine
Herzbeutelentzündung
nach
sich zog,
ist
Ingwar
im Alter
von nur 15
Monaten
grausam
aus
unserer
Mitte
gerissen
worden
Der sanfteste von Allen...
Anfangs wollt ich fast verzagen,
Und ich glaubt, ich trüg es nie;
Und ich hab es doch getragen -
Aber fragt mich nur nicht, wie?
Heinrich Heine
Trulle ( True Love)
10.03.1997
- 05.11.2005
Unsere "letzte" Irish
Wolfhoundhündin haben
wir gestern, den
05.11.06 von ihrem
Leiden ganz
sanft erlöst...
Nach mehr als zwei
Jahren mit
Herzmedikamente ,
schlugen auch diese
nicht mehr an.
Sie war die
liebste und
ruhigste
IW Hündin, die
wir je kennen
gelernt haben.
Alle Welpen,
ob es ihre
waren oder
nicht ,
spielten
und
kuschelten
mit ihr, sie
strahlte
einfach
diese
enorme
Ruhe und
Güte aus.
Wir
vermissen
sie
sehr....
Ich habe
gesehen,
wie das
Grün des
Frühlings
dem
Gold
des
Sommers
wich,
das
Kupfer
des
Herbstes
und
dem
Weiß
des
Winters,
während ich da saß und auf das Verschwinden des Lichtes wartete... ( Mosse)
Figaro
09.09.2001 - 15.07.2004
Man kann
nicht alles begreifen....
Unser Figaro ( Männlein) ist heute Morgen am
15.07.2004 mitten im Spiel
durch einen Kreislaufkollaps aus dem
Leben gerissen worden, fassungslos
stehen wir
am
Heiligend Abend 2003, schon mal vorrausgegangen,
in der HOFFNUNG ,
auf
ein Wiedersehen in der Ewigkeit.
Er
starb an Herz- Kreislaufversagen, bedingt
durch ein akutes Nierenversagen
ausgelöst
durch eine Harnweginfektion.
Tove war einfach unser "Tovele.....
Die Schmerzen unserer Seele verhallen
ungehört ....
Gegen die Schmerzen der Seele gibt
es nur zwei Arzneimittel :
Hoffnung und Geduld...
Pythagoras
Worloff
Unser
Wolle
Unser
Wolle (Worloff v.Triumfus Dyonisos) hat heute , im April 2003 seine letzte Reise
angetreten
Er hat uns neun Jahre begleitet,
war nie ein einfacher Hund aber er führte sein Rudel
zusammen
mit seinem Freund Bruno über die Jahre immer zuverlässig
und treu
Er hatte keine
Schmerzen und ist auf unserem Sofa in unseren Armen
sanft in die
andere Welt hinüber geglitten .
Er wird uns sehr fehlen.
" Die Erinnerung ist
das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben
werden können."
Jean Paul
Moni
Unsere Moni
Moni ( Showstar`s Mona Lisa) starb im Februar 2002 im
Alter von vier Jahren
an Nierenversagen. Sie machte uns
mit ihrer Hibbeligkeit manchmal
regelrecht nervös, und wir hätten nie gedacht, dass
es uns einmal so sehr fehlen wird .
Wir vermissen sie und ihre Fröhlichkeit sehr.
Aus
irdischen Getümmel
haben
Engel in den Himmel
ihre
Seele sanft geführt.
Max von Schenkendorf
Gedichte und Berichte für die Seele
" ICH HATTE DICH
LIEB " Am Morgen bist
du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer
gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich
glücklich !
Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub -
Hurra ! Wir fuhren mit dem Wagen und du hast am
Straßenrand gehalten. Die Tür ging auf und du
hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief,
bis
ich den Stock gefunden und zwischen meinen
Zähnen hatte, um ihn dir zu bringen. Als ich
zurückkam, warst du nicht mehr da ! In Panik bin
ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu
finden,
aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte Angst
und großen Hunger. Ein fremder Mann kam, legte
mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald
befand
ich mich in einem Käfig und wartete dort auf
deine
Rückkehr. Aber du bist nicht gekommen. Dann
wurde
mein Käfig geöffnet, nein, du warst es nicht -
es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er
brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod !
Meine Stunde war gekommen. Geliebtes Herrchen,
glaube mir das ich mich trotz allen Leidens, das
du mir angetan hast,
immer noch an dein Bild erinnere. Und falls ich
noch einmal auf die Erde zurückkommen
könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn ICH HATTE DICH LIEB !!!!
***
ANMERKUNG :
Diese traurige Geschichte stammt aus einer
belgischen Zeitung mit der Bitte, sie zu
verbreiten. Wenn mit dieser Geschichte
auch nur ein einziger Hund vor so einem
Schicksal bewahrt wird, ist schon viel
gewonnen.
Testament eines
Hundes
Einem armen, sehnsuchtsvollen,
einsamen Hund
würde ich mein glückliches Zuhause
hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes
Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und
schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebenden Arm.
Wenn ich einmal sterbe, dann sag'
bitte nicht:
Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh.
Suche Dir einen einsamen Hund aus
und gib' ihm meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurücklasse, ist
alles,
was ich geben
kann.
An meinen lieben
Menschen
Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Und quälende Pein hält ständig mich wach
Was Du dann tun musst - tu es allein !
Die letzte Schlacht wird verloren sein.
Dass Du sehr traurig verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An
diesem Tag . mehr als jemals geschehn-
Muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehn
Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss ? Es gibt kein zurück
Du
möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur – bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.
Mit der Zeit – ich bin sicher – wirst Du es wissen,
es
war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal –
Du
hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es
darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.
Von: J. Ellis -
bewilligte Übersetzung von E. Wittwer
Die Geschichte von Lea
Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin.
Es war eng und
dunkel
und nie spielte ein
Mensch mit uns.
Ich erinnere mich noch
an Mama und ihr weiches Fell,
aber sie war oft krank
und sehr dünn.
Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder
und Schwestern. Die
meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.
Als sie mich von
meiner Mutter wegnahmen,
hatte ich furchtbare
Angst und war sehr traurig.
Meine Milchzähne waren
kaum durchgestoßen
und ich hätte meine
Mama doch noch so sehr gebraucht.
Arme Mama, es ging ihr
so schlecht.
Die Menschen sagten,
dass sie jetzt endlich Geld wollten
und dass das Geschrei
meiner Schwester und mir
ihnen auf die Nerven
gingen.
So wurden wir eines
Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.
Wir kuschelten
uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten,
ohnmächtig vor Angst.
Niemand kam, um uns zu trösten.
All diese seltsamen
Geräusche und erst noch die Gerüche ,
wir sind in einem
"Petshop", einem Laden,
wo es viele
verschiedene Tiere gibt.
Einige miauen, andere
piepsen, einige pfeifen.
Wir hören auch
das Wimmern von andern Welpen
Meine Schwester
und ich drücken uns eng zusammen
in dem
kleinen Käfig .
Manchmal kommen
Menschen uns anschauen,
oft ganz kleine
Menschen, die sehr fröhlich aussehen,
als wollten sie
mit uns spielen.
Tag um Tag
verbringen wir in unserem kleinen Käfig.
Manchmal packt
uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten.
Einige sind
freundlich und streicheln uns,
andere sind grob
und tun uns weh.
Oft hören wir
sagen "Oh, sind die süß, ich will eines",
aber dann gehen
die Leute wieder fort.
Letzte Nacht ist
meine Schwester gestorben.
Ich habe meinen
Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt,
wie das Leben
aus dem
dünnen Körperchen gewichen ist.
Als sie sie am
Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie,
sie sei krank
gewesen und ich sollte jetzt verbilligt abgegeben werden,
damit ich bald
wegkomme.
Niemand beachtet
mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen
weggeworfen
wird.
Heute ist eine
Familie gekommen und hat mich gekauft !
Jetzt wird alles
gut !
Es sind sehr
nette Leute, die sich tatsächlich für MICH
entschieden haben.
Sie haben
gutes Futter und einen schönen Napf dabei
und das
kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen.
Vater und
Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hündchen.
Ich heiße jetzt Lea.
Ich darf meine
neue Familie sogar abschlabbern,
das ist
wunderbar.
Sie lehren
mich freundlich, was ich tun darf und was nicht,
passen gut
auf mich auf,
geben mir
herrliches Essen und viel, viel Liebe.
Nichts
will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen
und nichts ist
schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen
und zu
spielen.
Erster Besuch
beim Tierarzt.
Es war ein
seltsamer Ort, mir schauderte.
Ich bekam
einige Spritzen. Meine beste Freundin,
das kleine
Mädchen, hielt mich sanft und sagte,
es wäre
Ok, dann entspannte ich mich.
Der
Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu
sagen,
sie sahen ganz
bestürzt aus.
Ich hörte
etwas von schweren Mängeln
und von Dysplasie
E und von Herz zwei.
Er sprach
von wilden Züchtern und dass meine Eltern
nie
gesundheitlich getestet worden seien.
Ich
habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar,
meine Familie so traurig zu sehen.
Jetzt bin ich sechs Monate alt.
Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark,
aber
mir tut jede Bewegung schrecklich weh.
Die
Schmerzen gehen nie weg.
Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur
ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will.
Ich
möchte so gerne ein kräftiger Hund sein,
aber
ich schaffe es einfach nicht.
Vater und
Mutter sprechen über mich.
Es
bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.
In
der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt
und
immer hieß es "genetisch" und man kann
nichts machen..
Ich
möchte draußen in der warmen Sonne mit
mit
meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen.
Es
geht nicht.
Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je.
Ich
konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken
und
nur noch schreien vor Schmerzen.
Sie
tragen mich ins Auto.
Alle
weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ?
War
ich böse ? Sind sie am Ende böse auf mich ?
Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich.
Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten !
Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht
des kleinen Mädchen ablecken
aber wenigstens erreiche ich seine Hand.
Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst.
Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle,
wie sehr sie mich lieben.
Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.
Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist
sehr freundlich,
und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.
Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft,
ein kleiner Stich... Gottseidank, der Schmerz geht
zurück.
Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit
Ein Traum: ich sehe meine Mama,
meine Brüder und Schwestern auf einer großen
grünen Wiese.
Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen
gibt,
nur Friede und Glück.
So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen
auf die einzige mir mögliche Weise:
mit einem sanften Wedeln und einem kleinen
Schnuffeln.
Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch
verbringen,
es hat nicht sein sollen.
Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht.
Es tut mir leid, ich war halt nur eine
Händlerware.