Meine Erfahrungen mit Schwarzen Terriern

 

 Meine Vorliebe für verschiedenste Hunderassen mit ihren unterschiedlichen Charakteren und Eigenheiten, brachte mich vor drei Jahren auf den Schwarzen (Russischen) Terrier.

Da wir mit Bruno (Bouvier) seit bereits 13 Jahren einen Gebrauchshund im Haus haben, der, anders als die Barsois sein Heim bewacht, war es für mich völlig klar, mir wieder einen Gebrauchshund zuzulegen, wenn dieser einmal älter geworden ist. (Gleichzeitig war es für mich nie ein Thema wieder einen Bouvier zu kaufen, um nach Brunos Ableben nicht ständig Vergleiche mit seinem "Nachfolger" anzustellen.)

So fiel meine Wahl, nach ausgiebiger Beschäftigung mit der Rasse, auf die Schwarzen Terrier, denen ich seither restlos verfallen bin.
Da sie ursprünglich ebenfalls aus Russland kommen und so als Arbeitshunde das perfekte Pendant zu den - lediglich aus Luxus gehaltenen Barsois -  bilden, bietet es sich an, auch mit ihnen in die Zucht einzusteigen.

 


 Ich habe z. Zeit drei Schwarze Terrier, einen Rüden und zwei Hündinnen. Vom Charakter sind sie so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

Der Rüde, Olav war schon als Welpe ein totaler Einzelgänger. Er "begrüßte" unser Gäste mit acht Woche schon lautstark, ließ sich aber nicht gerne Anfassen. Sobald die Leute saßen, zog er sich so zurück, das er von weitem alles im Auge hat, aber sonst wollte er keinen Kontakt. Wir haben ihn mit seinen Eigenheiten gewähren lassen, Olav ist heute immer noch so, uns, der Familie aber treu ergeben.

Der zweite Schwarze Terrier der  ins Haus kam, war eine Hündin, Jule. Das krasse Gegenteil zu dem Eigenbrötler Olav. Jule liebt alle und jeden. Besucher werden zwar lautstark, aber sehr freundlich begrüßt, um dann versuchsweise zärtlich einen Arm oder eine Hand zu ergreifen, um die Person so ins Haus zu ziehen.... ....wir klären aber die  Besucher immer sehr schnell über Jules absichten auf! Auch sonst besitzt diese Hündin einen überwältigenden Charme, es gibt kaum jemanden der ihr widerstehen kann. Wir gehen sogar soweit, das wir sagen, in ihrem vorherigen Leben war sie ein Mensch..

Der dritte Schwarze Terrier, wieder eine Hündin, ist ein Gemisch aus  Olav und Jule.

Nasha kam mit 6 Wochen aus Russland zu uns. Die Mutter ist aus Arbeitslinien, der Vater ist der gleiche wie bei Jule. Dadurch das Nasha so jung war, als sie ins "Tollhaus" kam, hat sie eine enorme Bindung zu mir, so stark, das ich in der Hundeschule ( Welpen- und Junghundgruppe) ohne Leine arbeiten kann, weil sie mir nicht von der Seite weicht. Auch sonst ist sie unheimlich stark auf mich fixiert, respektiert auch ohne Probleme den Rest der Familie, hat aber genau wie Olav nichts mit Fremden am "Hut".

Alle drei Hunde sind hoch sensibel, ich würde sogar soweit gehen zu sagen, noch sensibler als die Windhunde. Sie "arbeiten" gerne, wollen einem stets gefallen und suchen immer die Nähe der Menschen. So ist es auch nicht verwunderlich, das alle drei "Russen" natürlich auch nachts meine Nähe suchen.

Sie schlagen an, wenn sie etwas hören, sind aber keine Kläffer!

Ich bin der Meinung, ein Schwarzer Terrier ist wahrlich kein Hund für jedermann, und wenn sie nicht richtig behandelt werden, sei es, dass ihre Eigenarten nicht akzeptiert werden oder schlicht die nötige Dominanz der Besitzer fehlt, dann kann der Schuss ganz schnell nach hinten los gehen. Und das ist bei einem so stattlichen Hund beileibe nicht ganz ungefährlich.

Ich hoffe, ich konnte ihnen einen kleinen Einblick in den unterschiedlichen Charakter  der in unserem Haus lebenden Schwarzen Terrier geben  und ihnen aufzeigen, was mich an dieser Hunderasse besonders fasziniert und schließlich dazu bewegte, mit ihnen zu züchten.

Meine 14- jährige Züchtererfahrung durch die Windhunde kommt mir auch bei dieser Hunderasse sehr zugute .